|

Alleine wegen des Ausflugs ins Inselzentrum lohnt sich bereits ein Urlaub
auf Teneriffa. Der Vulkan Teide und seine Umgebung sind
ein landschaftliches Erlebnis der außergewöhnlichen Art.
Die meisten
Urlauber fahren frühmorgens mit dem Bus oder Mietwagen von Ihrem
Urlaubsort am Meer los. Über endlose Serpentinen erreichen sie, je
nach Abfahrtsort und Verkehrsmittel, nach ein bis zwei Stunden den
Nationalpark. Die Fahrt in über 2000 m Höhe ist sehr
abwechslungsreich. Nach etwa 500 Höhenmeter verläßt man die
subtropische Klimazone. Die Bananenplantagen und Palmen
gehen in Orangenplantagen, Weinfelder und etwas später in Wald
über. Kurz vor der Einfahrt in den Nationalpark werden die Nadelwälder
lichter. Im Park wird die Landschaft zur Vulkanwüste und erinnert
an Bilder vom Mond oder Mars. Dabei ist die Wüste recht
abwechslungsreich. Man sieht Lavafelder, Gegenden mit steinigen
und sandigen Untergrund in allen möglichen Farben und Formen. Sowohl flache
Ebenen als auch geometrisch ungewöhnlich geformte
Felsen und Berge erstaunen die Besucher.

Der Ausgangspunkt für viele ist das Informationszentrum neben
dem Parador-Hotel, dem einzigen Hotel im Nationalpark. Im
Besucherzentrum mit kostenlosem kleinem Museum kann man sich vorab über den Park und den nicht
zu übersehenden 3718 m hohen Berg Teide informieren. Am großen
Parkplatz gegenüber der Hauptstraße starten einige Wanderwege mit
unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad. Im Infozentrum
wird gerne Auskunft (auch in Deutsch) gegeben. Der Wanderweg, der
durchgängig mit der grünen 3 markiert ist, dauert etwa 2 Stunden.
Es ist eine leichte bis mittelschwere Wanderung mit 200 Höhenmeter (für Fahrräder,
kleinere Kinder usw.
nicht geeignet). Der Weg führt durch Lavafelder und um einige
interessante Felsformationen herum. Ein weiterer empfehlenswerter Weg (5 Stunden)
führt quer durch den Park zum anderen Besucherzentrum El Portillo.
Auch diese Wanderung ist nicht allzu schwer, man sollte aber genug
Wasser mitnehmen. Die Hauptattraktion für die meisten Besucher ist
jedoch die Seilbahn auf den Gipfel des Teide. Die Seilbahn fährt
zwar nicht ganz bis zum Gipfel, dennoch hat man bei gutem Wetter einen ausgezeichneten Blick auf die Insel Teneriffa und mit
etwas Glück auch auf
die Nachbarinseln Gran Canaria und La Gomera. Der Gipfel selbst
(der bei einem großen Ausbruch 1492 entstand ,den Columbus auf
seiner Fahrt nach Amerika beobachtete) ist für die
Öffentlichkeit ohne Genehmigung gesperrt. Die Genehmigung wird nur
im Hauptbüro der Nationalparkverwaltung in der Hauptstadt Santa
Cruz erteilt.
Anfahrt:
Mit dem PKW gibt es vier Straßen ins Inselinnere: Von Puerto de la Cruz (die
schönste Straße), von der Hauptstadt Santa Cruz, vom
Touristenzentrum Playa de las Americas / Los Christianos im Süden
und von Playa de la Arena / Los Gigantes im Westen. Die Anfahrt
dauert vom Meer etwa 60-90 min. Die Straßen sind alle in einem
recht guten Zustand.
Täglich fahren nur zwei öffentliche Busse von den
Touristenhauptorten von Teneriffa zum Teide-Nationalpark. Ein Bus fährt von Puerto de la Cruz
zum Nationalpark, der andere fährt in Playa de las Americas ab. Beide fahren um 9:15 ab und zwischen
15 und 16 Uhr wieder zurück. Man hat also im Park etwa 4-5 Stunden Zeit.
Die beiden Busse halten an drei Haltestellen im Park: am
Parator-Hotel, an der Seilbahnstation und am Besucherzentrum El Portillo.
Mit dem Ausflugsbus erreichen die meisten Touristen den Vulkan.
Täglich werden duzende solcher Ausflüge von allen größeren Orten von
Teneriffa angeboten. Die Tagesausflüge zum Teide kosten ohne
Seilbahn etwa 25 Euro und sind in jedem Reisebüro und größerem
Hotel auf Teneriffa buchbar.
Hinweise:
- Die Luft ist sehr trocken. Man kann sich leicht verlaufen.
Man sollte immer mehr Wasser mitnehmen als man zu brauchen glaubt.
- Im Parator-Hotel gibt es ein Restaurant und ein Cafe. Die Preise sind
jedoch unverschämt hoch. Auch Essen sollte man somit mitnehmen. Ein
Picknick am Vulkan ist sehr beliebt.
- Die tropische Höhensonne sollte man niemals unterschätzen.
Mindestens 50% der Besucher tun dies und verlassen den Teide-Nationalpark mit einem leichten oder schweren Sonnenbrand.
Trotz der niedrigeren Temperatur ist die Sonne ungleich stärker
als an der Küste. Für die meisten meisten deutschen Besucher ist
die Höhensonnenstrahlung die stärkste UV-Strahlung ihres Lebens!
Auch die Augen sollte man unbedingt schützen.
- Auf schnelle Wetterwechsel / Kälte sollte man vorbereitet sein. Die
Temperatur im Teide-Park kann tagsüber zwischen -5 und 20 Grad
Plus schwanken.
-
Kosten:
- Tagestouren mit dem Bus zwischen 20-30 Euro
- Seilbahn hin und zurück knapp 20 Euro, Dauer der Fahrt etwa
10 Minuten
- Übernachtung im Parator Hotel ist teuer: etwa 100 Euro
Einzelzimmer, 130 Euro Doppelzimmer
- die öffentliche Busverbindung von der Küste ist sehr billig:
etwa 4,5 - 8 Euro hin und zurück !
- Ein Menü im Restaurant des Parador-Hotel etwa 20 Euro!
- Eine Mini-Dose Cola (0,2 Liter!) im
Selbstbedienungsrestaurant des Parator Hotel 2 Euro
Wenn man wenig Geld hat: Essen und Trinken mitnehmen, auf
die Seilbahn verzichten und mit dem öffentlichen Bus fahren.
Weniger als 10 Euro kostet somit ein wunderbaren Tagesausflug, den
man niemals vergessen wird!
|
Buchtipp |
|
Teneriffa Reiseführer aus dem Michael Müller
Verlag
Dieses Buch ist ein Reiseführer für
Individualtouristen. Die Autorin Irene Börjes
beschreibt alle Ortschaften, billigen
Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten,
Verkehrsmittel und vieles mehr. Es ist mit
Abstand der beste und informativste
deutschsprachige Reiseführer über Teneriffa. Wenn Ihr rechts klickt,
bekommt Ihr mehr Informationen und könnt das
Buch bei Amazon bestellen.
|
|
|