| Als zweitgrößte der Kanarischen
Inseln ist Fuerteventura mit seinen endlosen Stränden
eigentlich wie geschaffen für modernen Pauschaltourismus. Doch
die Wildheit und Unberührtheit des sehr dünn besiedelten
Eilands verlangen dem Besucher etwas mehr ab als etwa die
lieblichen und grüneren Landschaften Teneriffas oder
La Palmas.
Wer aber einmal von der rauen Schönheit Fuerteventuras
gefangen genommen ist, wird von ihr auch nicht mehr loskommen.

Als östlichste Insel des kanarischen Archipels ist
Fuerteventura kaum 100 Kilometer von der afrikanischen Küste
entfernt, was das ausgeglichene Klima der sonnenverwöhnten
Insel erklärt. Durch die Nähe zu Afrika versuchen viele
Afrikaner illegal mit eigenen Booten oder mit professionellen
Schleppern nach Fuerteventura zu gelangen. Die Insel ist
nicht besonders stark besiedelt, knapp 100.000 Menschen leben
hier und teilen sich den Platz - nämlich 1722 Quadratkilometer
- mit vielen anspruchslosen Ziegen, welche in der sandigen und
trockenen Landschaft von Fuerteventura herumstreifen. Es
gesellen sich nicht wenige Touristen dazu, doch ist
Fuerteventura von den unheilvollen Segnungen des
Massentourismus noch weitgehend verschont geblieben.
Die Haupttouristenorte liegen im Süden und im Norden. Der
Ort Carralejo ist zum Surfen und als
Pauschaltouristenort sehr beliebt.
Carralejo hat nach Meinung
vieler Surfer die besten Wellen und Winde in ganz Europa.
Die Hauptstadt Puerto del Rosario ist nicht mehr als
eine kleine und beschauliche Kleinstadt mit eher wenig
Tourismus im Osten von Fuerteventura. Dennoch ist
Puerto
del Rosario klares geschäftliches und kulturelles
Zentrum von Fuerteventura. Hier befindet sich auch der
Inselflughafen. Die schöne Hafenstadt beherbergt ein kleines
Museum, welches sich dem Leben und Werk des spanischen
Schriftstellers Miguel de Unamuno widmet, der einige Jahre als
politisch Verbannter auf der Insel lebte.
Morro Jable liegt im Süden von Fuerteventura und ist
ein weiterer sehr beliebter Ferienort.
Morro Jable ist vor
allem für seine Strände bekannt.
Die archaisch wirkende Landschaft mit den kleinen Dörfern
und die feinsandigen Strände der Küste sind noch immer
individuell zu entdecken. Und auch an kulturellen
Sehenswürdigkeiten hat die karge Vulkaninsel einiges zu
bieten. Wer etwas über die Lebensweise der Bauern auf
Fuerteventura erfahren möchte, kann das in dem Ökomuseum La
Alcogida, welches aus sieben Häusern besteht. Spannend ist
auch das Salzmuseum, welches die Salzsalinen von El Carmen
öffentlich begehbar macht. Das Landesinnere von
Fuerteventura ist noch immer sehr still und einsam.
Unvergesslich ist eine Wanderung auf sandigen Pfaden auf den
höchsten Berg der Insel, den 807 Meter hohen Pico de la Zarza.
In dieser wüstenartigen Gegend sollte der Wanderer genügend
Trinkwasser mit sich führen.
Die Ostküste Fuerteventuras ist wegen der endlosen
Sandstrände ein Paradies für Sonnenanbeter wie für
Wassersportler. Neben dem Surfen und Wellenreiten hat sich in
den letzten Jahren auch Kite-Surfen etabliert. Im Norden zeigt
sich der Strand in einem ungewöhnlichem schwarzem Gewand aus
Lavagestein. Der Westen der Insel dagegen ist von reizvollen
Steilküsten geprägt, vom Baden wird aber wegen gefährlicher
Strömungen abgeraten. Fuerteventura ist ein Erlebnis für all
jene, die unberührte südliche Natur und die vielleicht
schönsten Strände Europas suchen.
Klima Fuerteventura: Mit etwa 300 Sonnentagen ist
auf Fuerteventura zu rechnen, dazu kommen Windverhältnisse,
die es zu einer bevorzugten Adresse bei Surfern machen. Die
Insel ist extrem trocken, es gibt nur etwa 30 Regentag pro
Jahr, in manchen Gegenden sogar noch weniger. Dies und die
geringen Temeraturunterschiede zwischen Sommer und Winter
macht Fuerteventura gerade für einen Winterurlaub sehr
attraktiv.
Busse Fuerteventura: Die Busverbindungen sind gut,
die Fahrpreise niedrig, das Bussytem modern. Die großen Orte
sind tagsüber etwa stündlich miteinander verbunden. Gute
Übersicht hier:
http://www.fuerteventura-infos.de/fuerteventura-tipps-von-a-bis-z/linienbus.htm
Flüge Fuerteventura: Der Flughafen ist im Osten der
Insel, in der Nähe von Puerto del Rosario. Von Deutschland ,
Österreich und der Schweiz gibt es Charterflüge das ganze Jahr
über. Natürlich kann man auch auf andere Kanareninseln mit dem
Flugzeug von Fuerteventura weiterreisen. Ebenso auf das
spanische Festland - häufige Flugverbindungen zum Beispiel
nach Madrid.
Fähren
Fuerteventura
Nach Lanzarote: Mehrmals täglich gibt es
Fährverbindungen von Carralejo nach
Puerto del Carmen auf Lanzarote. Zwei Gesellschaften
(Fred Olsen und Naviera Armas)
konkurrieren auf dieser Strecke. Fahrpreis 2007 etwa 15-17
Euro pro Person. Die Entfernung ist gering, man kann in
Carralejo vom Strand aus Lanzarote gut sehen.
Nach Gran Canaria: Etwa einmal täglich mit
Naviera Armas von Morro Jable
und mehrmals wöchentlich von Puerto del Rosario. Kosten
pro Person 40-45 Euro (2007).
Nach Teneriffa: Direkt nur einmal pro Woche mit
Naviera Armas von Morro Jable
. Man kann jedoch in
Las Palmas (Gran Canaria)
umsteigen.
Nach Los Lobos: Auch auf die kleine Insel
Los Lobos
verkehren mehrmal pro Tag Fähren von Carralejo, Fahrzeit nur
circa 20 Minuten.
Auf das spanische Festland: Leider gibt es derzeit
keine Fähre von Fuerteventura nach Spanien. Man muß nach Las
Palmas auf Gran Canaria fahren - auch von
Arrecife
auf Lanzarote gibt es eine
Fährverbindung nach Cadiz in
Südspanien, allerdings nur in diese Richtung.
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